11
05
2012
Wow, wir sind Yellowstone-Fans. Gestern angekommen (nachdem wir durch ingesamt 4 Bundesstaaaten gefahren waren!) in unserem schönen Hotel, haben wir uns seitdem richtig viel im Yellowstone Nationalpark herumgetrieben. Hier ist Pre-Saison. Tatsächlich gilt die Zeit hier auf ca. 2500 Metern Höhe noch als Winter, was wir heute früh auch erfahren haben, als es morgens erstmal schneite und richtig kalt war. Eine richtige Winterlandschaft, durch die wir fuhren. Doch später kam die Sonne raus und wir hatten tolles Wetter.
Mehrere Felder mit den verschiedenartigsten Geysiren kann man hier anfahren und dann gemütlich ablaufen. Irre, wie die Dinger spucken, blubbern, brodeln, dampfen und zischen und dann etwa vorhersehbar oder unregelmäßig ausbrechen. Manche jede Stunde, manche nur alle paar Jahre. Man kann sich kaum vorstellen, wie tief diese Löcher in die Erde hineinreichen. Besonders beeindruckend natürlich der Old Faithful, um den sich die Touristen scharen und der bis 45 Meter hoch seine Fontäne schießt. Aber auch die naturbelassene Landschaft und viele Tiere haben wir gesehen. Diverse Nagetiere, eine Schlange, zwei Koyoten (einer hat in unserem Beisein) einen Maulwurf gefangen und verzehrt), Herden von riesigen Bisons und Elche, die in den Flussauen liegen sowie einen Wolf, der sich im Schnee gesuhlt hat. Wir können kaum in Worte fassen, wie schön das hier war und haben Hunderte Fotos gemacht. Robin konnte nicht mehr aufhören, zu fotografieren. Hier nur die minimale Auswahl:

Bison liegt gemütlich in seinem Staubloch

Wir vorm Geysir

Süß!

Schattenspiele

mehr Schattenspiele

Elche

Maulwurf zum Abendbrot

Minutenlanger Geysir-Ausbruch

Pool

Old Faithful

Im Wasserdampf

Hübscher Pool

Wir im Yellowstone von netten Kanadiern geknipst

Geysir

Wasserfall

Lower Falls im Schnee
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9
05
2012
Nachdem wir uns in einem überteuerten hippen Lädchen neben dem Motel zum Frühstück – allerdings leckeren! – Muffin und Sandwich gegönnt haben, ging’s los zum Arches National Park. Hier warten kecke Felsformationen, die sich allerorten durch Erosion hauptsächlich im Winter zu Bögen geformt haben. Schöne Fotomotive und ein paar kleine Walks haben uns glücklich gemacht.
Zum Mittag gab’s Subway-Sandwiches, zum x-ten Mal bereits mangels häufig annehmbarer Alternativen. Innerhalb von knapp vier Stunden sind wir in unserem Zielort Provo weiter im Norden, aber noch knapp südlich von Salt Lake City angekommen. Der Reiseführer behauptet, es sei eine Mormomen-Hauptstadt mit über 80% Gläubigen. Ich hatte schon Angst, im Rock rauszugehen, aber das hat sich als übertrieben herausgestellt. Alles ziemlich normal hier, fast schon bieder normal. So typisch amerikanisch irgendwie. An der Rezeption wurde ich dennoch gefragt „Just two adults?“. Denn wir sind hier als kinderloses Paar offenbar doch schon recht alt. Überall sehen wir Familien mit oft schön mehreren kleinen Kindern, wo die Eltern deutlich jünger sind als wir. Wirklich schöne, teilweise noch schneebedeckte Berge umgeben das Städtchen, alles erscheint sehr gepflegt, dennoch hat die Stadt eher wenig Highlights zu bieten. Das Shopping-Center war wie ausgestorben. Dafür haben wir noch die Entdeckung des Urlaubs gemacht, was unser leibliches Wohl betrifft: Sizzler’s. Hier gibt’s eine Salad Bar, die neben Nachos, Obst, tollem Salat, auch noch Suppen, Spaghetti und Dessert zu bieten hat. Ich war begeistert. Es ist eine Kette und wir waren bestimmt nicht das letzte Mal hier.





Archie

Aussicht in Provo

Hotel in Provo
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9
05
2012
Auf unserer Fahrt nach Moab haben wir uns noch weitere zwei Nationalparks angesehen: den Capitol Reef Nationalpark, wo man eigentlich alle schönen Ausblicke schon vom Auto aus genießen konnte. Anschließend den bisher unschlagbaren Island-in-the-Sky-Canyonland-Park. Das Wetter war dort zwar leider nicht ganz so top wie bisher, aber die Aussicht von der „Landinsel im Himmel“, von der man auf Millionen Jahre alte, abgesagte Erdschichten blicken konnte, war grandios und hat uns ganz klein fühlen lassen.
Abends kamen wir im kleinen, aber recht touristischen Örtchen Moab an. Eine Runde Pasta und ein paar Einkäufe später wurde uns im Hotelzimmer bewusst, dass die geplante Tour abgeändert werden muss, da alle Unterkünfte im anzusteuernden Ort Vernal komplett ausgebucht waren. Es zieht uns Richtung Yellowstone Nationalpark. Also mussten wir umdisponieren und haben dann bereits unsere Unterkünfte in den nächsten Orten gebucht. Geht hier alles problemlos mit Netbook und Wifi in jedem Hotel.
Zu erwähnen vergaß ich wohl, dass wir vor zwei Tagen eine Stunde Zeit verloren haben, da wir mit der Grenzüberschreitung nach Utah die Uhr eine Stunde vorstellen mussten. Die werden wir uns aber wiederholen, das ist sicher.


Island in the Sky

Island in the Sky

Island in the Sky

Blick von oben

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7
05
2012
Nach einem Frühstück, das mal wieder viel zu wünschen übrig ließ, traf uns heute die erste Enttäuschung. Wir wollten von Norden an den Grand Canyon heranfahren, weil das perfekt auf unserem Weg liegt. Hatten aber nicht damit gerechnet, dass hier offenbar Anfang Mai noch als Winter gilt. Denn die Straße, die auf der Karte als „in Winter closed“ markiert war, öffnet erst am 15. Mai. Wir waren nicht die einzigen, die verdattert vor der Schranke standen. Wirklich schade, aber einen Umweg von einigen hundert Kilometern wollten wir dann nicht auf uns nehmen und sind regulär weiter zum Bryce Canyon Nationalpark gefahren, welcher laut Reiseführer mindestens genauso schön ist. Den Vergleich haben wir nun nicht, waren aber in der Tat wieder sehr angetan von der felsigen Landschaft. Ein Fest für jeden Geologen. Also ein kleines Fest für uns kleine Geologen. Diverse Lookouts ermöglichen tolle Aus- und Weitsichten.
Abgesehen von den doch zahlreichen Touristen ist hier schon wirklich Provinz. Heute übernachten wir in einem Ort, wo das Motel zum Glück ein eigener kleiner Supermarkt ist. Denn sonst gibt’s hier „no business“, wie der freundliche Mann von der Rezeption strahlend verkündet. Er muss es wissen, denn er war im Nachbarkaff mal Bürgermeister. Und da gibt’s auch „no business“. Zum Glück hatten wir im Ort davor noch eine Pizza bekommen und die war auch wirklich gut.

Pizza in Tropic

Auf dem Weg

Bryce Canyon

Bryce: Rainbow Point (man beachte das T-Shirt)

Bryce

Bryce

Bryce

Bryce

Bryce

Bryce
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6
05
2012
Leaving Las Vegas und wieder hinein in die Natur. Der Zion National Park war schon gleich viel touristischer. Um die Natur zu schützen, kann man ab einem bestimmen Punkt nur noch mit dem Shuttle-Bus in den Park hineinfahren. Viele Familien waren hier unterwegs und Asiaten mit kompletter Wanderausrüstung. An mehreren Stationen stoppt der Bus und man kann kleine oder größere Wanderungen am Canyon machen. Wieder eine fantastische Landschaft. Auf dem Weg begegnen einem außerdem noch Schmetterlinge, witzige Käfer, Greifvögel, Hirsche und Eichhörnchen, die aber alle schon recht gewöhnt an den menschlichen Besuch waren.
Heute übernachten wir in Page am Lake Powell. Ein Ort, der eigentlich nur aus einer Straße mit einigen Motels besteht, einigenRestaurants und Kirchen. Viel los ist hier nicht mehr abends, aber es könnte noch schlimmer sein. Haben immerhin noch einen „Italiener“ gefunden, betrieben von Amis indianischer Abstammung. Unser Auto parkt einen halben Meter vor unserem Motel. Nicht, dass man auch ja einen Schritt zu viel laufen muss. Parkplätze platzieren- ja, das können die Amis.

Zion National Park Canyon

Zion

Zion

Zion

Zion

Zion

Zion

Zion

Auf dem Weg nach Page
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5
05
2012
Heute haben wir von Las Vegas aus eine Tagestour in den Death Valley Nationalpark gemacht. Erster Stop in Badwater, dem mit -85 Metern unter dem Meeresspiegel tiefsten Punkt Nordamerikas. Alles voller Salz und eine sengende Hitze, dass ich schon nach 15 Minuten fast einen Sonnenstich bekommen hab. Weiter ging’s über tolle Rundwege und zu verschiedenen Lookouts. Die Aussichten waren einfach atemberaubend und es waren auch nicht sehr viele Leute unterwegs. Erstaunlich eigentlich, Las Vegas ist nicht weit, aber bei unseren Nationalpark-Ausflügen begegnen wir dann doch eher Europäern.
Fotos füge ich manchmal erst später ein, weil das Hochladen länger dauern kann. Viele Grüße an euch daheim!

Badwater

Salziges Badwater

Badwater

On the Road again

Death Valley

Death Valley

Death Valley von oben

Kia on the Road

Death Valley

Death Valley

Death Valley
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4
05
2012
Yay, da sind wir seit gestern in Las Vegas. Eine Lichteroase in der Wüste. Aber bisher weniger schlimm und verrückt, als ich es mir vorgestellt hatte. Amusement wird hier groß geschrieben. Für jeden ist was dabei. Mega-Shows, Shopping, Essen und natürlich die Casinos.
Unser Hotel ist zwar nur mittelmäßig aufgrund unseres Budgets, aber doch nahe am „Strip“, wo alle großen Casinos und Hotels liegen. Es gibt die verrücktesten Hotels – gestaltet als Pyramide, im Paris- oder Ritterflair und sooo viele Touristen.
Zunächst mussten wir gestern erstmal unser Auto „umtauschen“. Ein spitzer Stein hatte sich in den Hinterreifen gepiekt und schon bald meldete das Auto eine Warnung bzgl. des Reifendrucks. „Just change it“ – die Devise der Amerikaner. Also in die Schlange am Flughafen und in 10 Minuten hatten wir ein neues Auto, ohne Diskussionen und Erklärungen. Jetzt noch schöner: ein Kia Sportage.
Gestern waren wir noch im Outlet Center und freuen uns über die großen Schuhgrößen in diesem Land. Das Essen in einer Grill/Bar war sowas von amerikanisch: einfach nur fettig mit Dip. Generell nerven uns schon langsam die Bedienungen in Restaurant und Geschäft, die so übermäßig freundlich und gleichzeitig so desinteressiert sind. Alle fünf Minuten wird man gefragt, ob alles ok ist und wenn man nichts mehr bestellt, landet noch während des Essens die Rechnung auf dem Tisch.
Abends haben wir uns noch kurz ins Casino gewagt. Getränke gibt’s hier umsonst (natürlich aber muss es einen Tip geben), auch wenn man nur an der 1-Cent-Maschine spielt.

Helen

Strip

Las Vegas

Venedig

Im Casino

Moi

Las Vegas Boulevard (der "Strip")

Im Hotel
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3
05
2012
Die Fahrt von San Diego nach Las Vegas haben wir uns ziemlich schön gestaltet, indem wir durch den Joshua Tree Nationalpark gefahren sind. Zuvor haben wir aber auch noch recht schmuddelige Ecken des Landes gesehen. Innerhalb von Zitrus- und Weinfarmen wohnen die eher armen Amerikaner in heruntergekommenen Holzhäusern. Vieles davon Mexikaner oder Mexikanischstämmige. Sowieso ist oftmals zweisprachig ausgeschildert: Englisch und Spanisch.
Bei freundlichen Rangern im Nationalpark haben wir dann eine Jahreskarte für alle US-Nationalparks gekauft. Gültig bis Mai nächsten Jahres. Wir könnten also noch lange hier bleiben. Innerhalb des Parks gibt es kleine Wanderwege. Temperaturen mit 28 Grad Celsius waren wirklich human, wenn wir hören, dass es im Sommer leicht mal an die 50 Grad werden können. Die Landschaft ist recht karg, aber es gibt viele tolle Felsformationen, einen Kaktuswald mit blühenden Kakteen und einen tollen Aussichtspunkt.
Gegessen, eingekauft und übernachtet haben wir im kleinen Käffchen Twentynine Palms nördlich vom Park. In unserem kleinen süßen Harmony Motel haben schon U2 übernachtet, während sie ihr Album „Joshua Tree“ aufgenommen haben (wenn wir das richtig verstanden haben).

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3
05
2012
Dritter Tag in San Diego, was viel ruhiger und beschaulicher als Los Angeles ist trotz seiner über 1 Mio. Einwohner. Hat mich alles an die australischen Städte erinnert. Ein Downtown mit Shopping Mall und Bars und sonst viele Einfamilienhäuser drumherum verteilt. Mit der Oldtown, die das San Diego der Gründerzeit im 19. Jahrhundert niedlich darstellt, dem Gaslamp Quarter und dem Balboa Park haben wir wohl das Wichtigste an einem Tag geschafft.
Gewohnt haben wir hier in einem typischen Motel. Das Auto steht dann quasi direkt vor der Tür. Frühstück ist mäßig: wenn’s Toast gibt, sind wir schon happy.

Tolle Landschaften

On the road

Unser Nissan
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2
05
2012
Kaum zu fassen, wieviel man in wenig Zeit erleben kann. Bisher kam ich einfach noch nicht dazu, abends noch einen Blog-Eintrag zu schreiben.
Unsere ersten beiden Nächte haben wir nach einem einigermaßen angenehmen Flug und mit nur wenig Jetlag (für mich ungewöhnlich bin ich immer um 6 oder 7 Uhr knallwach) in Los Angeles verbracht. Was für eine Stadt. Diese Distanzen. Mit unserem Mietwagen – ein cooler Nissan Rogue SUV – sind wir also durch L.A. gecruist. Beachlife in Venice Beach war witzig: überall sportliche Menschen, aber auch eine alternative Szene und viele Surfer. Einziger Wermutstropfen: unser saftiger Strafzettel. Die Verkehrsschilder müssen wir noch durchblicken.
Beverly Hills hat beneidenswerte Villen in saftigen Hügeln. Leider keine Stars gesichtet, dafür schöner Ausblick vom Griffith Observatory und den Walk of Fame inspiziert. Tatsächlich ist das Viertel Hollywood dann schon gar nicht mehr so schick.
Einige erste Eindrücke von Amerika, übrigens dem Land meiner Kindheitsträume (hier wollte ich schon als kleines Kind unbedingt mal her!): Familienleben ist wichtig. Viele junge Familien. Kinder sind kleine Statussymbole?! Verschwendung überall: zum Frühstück gibt’s alles auf Plastiktellern und in Pappbechern. Kann man dann bequem entsorgen. Alles wird mit dem Auto erledigt. Drive thrus an jeder Ecke. Auf „How are you?“ antwortet man „Good. How are you?“. Wir lernen dazu Smalltalk mit Hotel- oder Restaurantangestellten. „Where do you come from?“ als Einstiegssatz und „Take care. Have a good trip” zum Schluss. Wir sind schon froh, wenn wir das Kaugummi-Englisch verstehen und man uns versteht, da wir Dinge wie „Garden Salad“, „Ice Tea“ oder „Skyscraper“ offenbar anders aussprechen und dass ein Ami das Wort „flat“ nicht kennt… hmmm. Naja, man lernt nie aus.

Venice BeachHollywoodWalk of Fame

- Blick ueber L.A.

Walk of FameHollywood

Hollywood
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