Mekong-Delta und Hanoi
12 01 2011
Am gestrigen Montag haben wir uns zu einer eintaegigen Tour zum Mekong-Delta entschlossen, die ziemlich guenstig war. Dementsprechend voll war der Bus, der uns morgens im Hotel abgeholt hat, aber der Guide war ganz nett und auch die anderen Tourteilnehmer. So haben wir an diesem Tag eine Schifffahrt ueber den Mekong gemacht, eine Coconut-Candy-Fabrik besucht, wo Honig und Kokos zu leckerem dickfluessigen Schleim verarbeitet und spaeter zu suendigen Bonbons werden. Zwischendurch haben wir an einigen Stellen von Einheimischen Honigtee und Obst angeboten bekommen, natuerlich mit dem Ziel, dass wir ihnen danach etwas abkaufen. Lustig, aber auch nicht ganz ungefaehrlich war eine kleine Tour mit den rostigsten Fahrraedern, die ich je gesehen habe, durch eine kleine Dorfstrasse – alles sehr zur Belustigung der Dorfbewohner, denn man stelle sich die zwanzig Europaer vor, die aengstlich schlenkernd auf diesen uralten Drahteseln an ihrem Haus vorbeiradeln.
Interessant war auch, mit einem kleinen Boot durch die Kanaele im hinteren Teil des Flusses geschippert zu werden. Die Vietnamesen, die dort ziemlich arm sind, koennen immer die wichtigsten englischen Woerter „Tip Money“, aber dabei lachen sie so verschmitzt und erwarten auch gar nicht viel, dass es fast charmant ist.
Abends waren wir wieder in unserem „Stammrestaurant“ fuer drei Euro essen und trinken. Die lustigen Kellnerinnen kannten uns schon, wussten gleich, was wir trinken wollen. Wir haben uns sehr willkommen gefuehlt.
Der Trip heute nach Hanoi war nicht so erfreulich. Am Flughafen angekommen, hiess es, unser Flug haette 12 Stunden Verspaetung. Das muss man sich mal vorstellen. Dann hiess es, er sei ueberbucht, dann gecancelled. Na, wer weiss. Wahrscheinlich hatte unsere Billiglinie Jetstar einfach das Flugzeug nicht vollbekommen, sodass sie den Flug einfach gestrichen haben. Fuer das doppelte Geld konnten bzw. mussten wir einen anderen Flug nehmen. Ob wir unser Geld wiedersehen – wir bezweifeln es.
Immerhin hat hier in Hanoi alles gut geklappt. Hier ist es ziemlich kuehl, wir mussten gleich unsere Pullover raussuchen. Das kleine Hotel ist ganz nett und auch alle an der Rezeption. Da wir hier schon ziemlich nah an China liegen, sehen auch die Vietnamesen schon irgendwie anders aus. Ansonsten muessen wir uns hier noch etwas umsehen. Fest steht: Mopeds gibts hier genauso viele und sie fahren noch verrueckter. Gut, dass wir in Saigon schon geuebt haben.


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