Affen, Strand, Massage, Sonnenuntergang…

31 01 2011

… unser Tag in Kurzform. Ein schoener Strandtag geht zu Ende. Am Strand kann man sich ueberall massieren lassen. Heute gabs eine Rueckenmassage fuer mich. Dafuer kann man dann den ganzen Tag kostenlos auf Plastikstuehlen unterm Sonnenschirm sitzen und kann Getraenke bestellen. Aaah, so laesst sichs leben.

Abends haben wir noch die Affen besucht, eine kleine Touristenattraktion am Ende des Strandes. Sind schon ziemlich zahm und man kann sie fuettern. Bananen sind unschlagbar, aber unsere Ananas fanden sie auch so gut, dass sie auf uns raufgesprungen sind. Dort haben sie es sich erstmal gemuetlich gemacht. Ein lustiges Gefuehl, wenn ein Affe einem so ins Ohr schmatzt.

Schoener Sonnenuntergang und gleich bestimmt ein leckeres Essen. Urlaub, du sollst nie zu Ende gehen.

Lucky Balloons am Strand

Ao Nang Beach

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Robins neue Familie

Robins neue Familie



Krabi Aonang Beach

29 01 2011

Seit Donnerstag sind wir in Krabi, genauer am Aonang Beach. Von Phuket ging’s erst mit dem Minibus, dann zwei Stunden mit dem Boot nach Krabi. Dass uns die Seekrankheit nicht voellig umgehauen hat, lag wahrscheinlich an den Felsen, die als feste Punkte zum Fixieren aus dem Wasser ragten. Sonst war’s schon ziemlich schaukelig.

Der Fahrer des kleinen Transferbusses hat unsere Unterkunft erst gar nicht gefunden. Wir sind anderthalb Kilometer vom Strand und fanden das zuerst doch etwas weit. Aber wir haben ein suesses, blitzsauberes Apartment sogar mit kleiner Kuechenzeile, Balkon und Mini-Pool. Mittlerweile haben wir uns ein Motorrad geliehen und sind so viel unabhaengiger und im Nu am Strand. Aonang gefaellt uns viel viel besser als Patong. Zwar ist es hier auch touristisch (im Gegensatz zu Patong, wo hauptsaechlich feiernde Russen Urlaub machen, haben hier eher schwedische Familien und finnische Paerchen und Backpacker die Oberhand), aber eine angenehme Atmosphaere. Man kann lange am Strand oder an der Promenade spazieren gehen. Mit dem Roller haben wir noch zwei andere Straende erkundet. Baden macht Spass – wenn es nicht gerade regnet. Bei 30 Grad kommen doch ab und zu ein paar Schauer runter. Am besten, man bleibt gleich im Wasser oder laeuft in Badesachen durch die Stadt. So handhaben es viele, bis es wieder sonnig wird.

Sonst kann man sich auch in einer nach Tigerbalsam duftenden Kabine auf traditionelle Art massieren lassen, so wie ich gestern. Nach einer Stunde hat Robin eine zufriedene, schlaefrige Helen abgeholt. Eine kleine Thailaendern klettert dabei auf einem herum, knetet und massiert mit Haenden, Ellbogen und Fuessen, kichert, wenn man sich falsch herum dreht. Eine schoene, und hier auch sehr guenstige Angelegenheit. Fuenf Euro fuer eine Stunde sind natuerlich unschlagbar und vor Massagesalons kann man sich kaum retten.

Schade, dass dies schon die letzten Tage sind. Wenn wir nach Hause kommen, rechnen wir schon mit einer dicken Erkaeltung. Jetzt freuen wir uns noch auf die letzten Tage hier. Am Mittwoch geht’s zurueck nach Bangkok. Einen Tag spaeter schon nach Hause. Seid gegruesst, liebe Lesenden. Wir sehen uns bald wieder.

Blick aus unserem Apartment

Ao Nang Beach

Neuer Freund

Robins Lieblingsessen

Traumstrand



Phuket

26 01 2011

Patong BeachWillkommen am Ballermann. Diesen Eindruck habe ich von Phuket, wo wir gestern angekommen sind. Mit ordentlich prasselndem Regen wurden wir am Flughafen empfangen. Absolut untypisch fuer die Jahreszeit. Tja.

Wir sind hier in Patong Beach fuer zwei Naechte. Eigentlich wollten wir direkt nach Krabi, aber es gab von Chiang Mai nur noch einen Flug nach Phuket und da dachten wir, wir koennen es uns ja mal ansehen. Hier ist Massentourismus pur. Der Strand ist in der Tat sehr schoen. Drei Kilometer weisser Sandstrand, es geht flach ins milde Wasser, Berge umrahmen die Bucht. Aber sonst ist alles zugepflastert mit Hotels, bunten Boutiquen, lauten Discotheken. Man kann Jetski oder Banana Boat fahren, shoppen ohne Ende und Thais sieht man nur noch hinter der Rezeption oder als Kellner. Das ist schon eine ziemliche Umstellung.

Heute vormittag waren wir – wie alle anderen auch – am Strand und haben uns nach zwei Stunden gleich beide trotz Sonnencreme einen kleinen Sonnenbrand geholt. Danach regnete es wieder – jetzt gerade schuettet es auch aus Eimern -, aber wir haetten es sowieso nicht laenger ausgehalten. Stattdessen gab“s wieder Reis und wir haben unsere Bootsfahrt nach Krabi morgen gebucht. Heute werden wir uns wohl wieder ins Getuemmel stuerzen, irgendwo was trinken gehen, so wie gestern, als wir in einer Aussie Bar den Asian Cup gesehen haben – Japan gewann gegen Suedkorea im Elfmeterschiessen. Da waren die Suedkoreaner gleich weg und der einzige Japaner in der Bar hat gefeiert.

Gewusel in Patong



Chiang Mai

24 01 2011

So, frisch mit indischem Mueckenkiller eingecremt, sitze ich draussen am Computer vor unserer kleinen, gemuetlichen Bungalowhuette in Chiang Mai. Eine angenehme Stadt mit Dutzenden Tempeln und laessiger Atmosphaere. Ich denke, wir haben fast alle wichtigen Tempel besichtigt und mithilfe des Reisefuehrers ein bisschen was ueber das Leben der Moenche und die buddhistische Lehre bzw. Philosophie erfahren. Wieder einmal war ein Tempel schoener als der andere. Ziemlich warm ist es hier auch, sodass wir bei 30 Grad ins Schwitzen kommen. Aber wir wollen uns mal nicht beklagen… das waere wohl recht vermessen.

Fast waeren wir hier am ersten Abend Betruegern aufgesessen, die von uns so genannte „Anzug-Mafia“ scheint hier ihr Unwesen zu treiben. Wie beilaeufig kamen wir mit einem netten Thai vor einem Tempel ins Gespraech, der vorgab, auch Tourist zu sein. Ganz am Schluss empfahl er uns noch lachend einen ganz tollen Schneider („best in town“) in Chiang Mai. Da ich sowieso schon mit dem Gedanken gespielt hatte, vielleicht etwas Massangefertigtes zu bestellen, fielen wir gleich drauf rein und machten uns auf den Weg dorthin, um mal zu pruefen. Komisch nur, dass uns kurz darauf das Gleiche noch einmal passierte. Ein anderer Thai empfahl genau jenes Geschaeft. Wirklich unglaublich professionell und psychologisch geschickt. Schlussendlich habe ich erstmal von der Idee Abstand genommen. Man weiss hier leider einfach nicht, wer ein guter Schneider ist und wer nur eine „Zaubershow“ veranstaltet. Schade.

Wir waren gestern passend zum sonntaeglichen Nachtmarkt in der Stadt. Dieser erstreckt sich in der City ueber mindestens einen Kilometer. Dichtes Gedraenge und einfach alle Waren, die man sich vorstellen kann, gibt es dort zu kaufen. Viele Thais und dazu verhaeltnismaessig wenige Touristen. Dazwischen Essensstaende, Musiker und Rauecherstaebchenduft. Fuer uns gab’s Fruehlingsrollen, Reis, Tempura, Waffeln und „Twist Potato“- eine knusprige, geschaelte und dann aufgedrehte Kartoffel am Spiess. Hat uns gut gefallen.

Twist Potato

Tempel in Chiang Mai

Robins Fish Spa Therapy

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Liebling Laos

21 01 2011

Wir sind weiter ganz begeisUnsere Laos Propellermaschinetert von Laos. Der erste Eindruck hat also nicht getaeuscht. Hier ist vieles so anders und speziell, ich kann Luang Prabang mit keiner anderen Stadt vergleichen, die ich kenne. Nicht umsonst ist die ganze Stadt zum UNESCO-Weltkulturerbe ernannt worden. Der Praesidentenpalast ist prachtvoll. Tempel reiht sich an Tempel, einer schoener und reicher verziert als der andere. Moenche laufen in orangenen Kutten und oft mit Regenschirmen als Sonnenschutz umher, surfen aber auch mal im Internet. Ueberall muss man sich die Schuhe ausziehen, sogar im Internetcafe. Wir lieben es, mit unseren Fahrraedern umherzufahren und geniessen die Atmosphaere und die vielen tollen Ausblicke auf Regenwald und Mekong.

Ein grosses Highlight dieser Reise ist sicherlich unser Ritt auf Elefanten vorgestern. Es war eine Halbtagestour, davon ging es insgesamt eine Stunde auf einer grossen Elefantin durch die Gegend. Sie ist sehr brav gewesen im Gegensatz zu anderen Tieren. Eine australische Touristin waere beinahe abgeworfen worden. Sogar durch einen kleinen Fluss sind wir dabei getragen worden. Robin konnte sogar auf dem Nacken sitzen, ich thronte wie eine Koenigin darueber. Im Vergleich zu Indien, wo ich auch schon in einem Elefantencamp war, ging es diesen Elefanten sichtlich gut. Natuerlich kein Vergleich zur freien Wildbahn. So leben ja aber auch nur noch sehr wenige Tiere. Sie waren hier gut genaehrt, nicht angekettet und koennen jeden Tag baden. Wir hatten einen guten Eindruck, wobei solche Camps natuerlich trotzdem immer etwas zwiespaeltig sind.

Ebenso wie heute als wir auf dem Heimweg von einer Tour in einem angeblichen „Handwerkerdorf“ angehalten wurden. Diverse kleine Dorfkinder wollten uns Sachen verkaufen, haben laut gerufen und waren natuerlich unglaublich niedlich. Besser ist aber wohl – und so haben wir es auch gemacht – dort nichts zu kaufen. Wenn die Kinder-Mitleids-Masche zieht, werden wohl nur umso mehr Kinder an solche Staende zum Verkaufen gestellt. Stattdessen haben sie Bonbons von uns bekommen. Das war auch ein unglaubliches Bild: Robin mit 1,96m umringt von fuenfzehn suessen Zwergen. Sie haben so nach den Bonbons geschnappt, dass er sogar ein paar Kratzer davon getragen hat.

Die Tour selbst ging zu einem superschoenen Wasserfall. Wir haben sogar den Gipfel erklommen, das war ziemlich anstrengend, der Ausblick hat uns aber entschaedigt. Schliesslich habe ich mich noch in die eiskalten Lagunen gestuerzt, sehr erfrischend und eine wunderschoene Kulisse.

Schade, dass wir morgen diese Traumoase verlassen, aber wir freuen uns auch schon auf Chiang Mai. Heute cruisen wir wahrscheinlich noch etwas in der City, mal sehen, welche bekannten Gesichter uns da wieder ueber den Weg laufen. Diese Stadt ist naemlich so klein, dass wir viele schon vom Sehen kennen.

Blick vom Phou Si

Buddha

Elefantenritt

Abends in der Bar

Baden im Wasserfall



Wow – Laos!

18 01 2011

Gestern Abend sind wir in Luang Prabang angekommen und waren sofort hin und weg. Ein toller Empfang vom Hotel, eine richtige Oase direkt an einem Seitenarm vom Mekong unter Palmen gelegen. Sanfte Musik und freundliche Laoten haben uns gleich verzaubert. Es ist wirklich eine andere Welt hier. Ganz ruhig, freundlich, viele eindrucksvolle buddhistische Tempelanlagen und liebevoll eingerichtete und erleuchtete Restaurants. Hier koennen wir den ganzen Stress der Motobikes in Vietnam vergessen und uns auf unsere Leihfahrraeder schwingen, die das Hotel gratis zurVerfuegung stellt. Ganz gemaechlich geht es hier zu und wir fuehlen uns richtig wohl.



Halong Bay

16 01 2011

Captain Robin

Panorama Halong Bay

Kuessende Felsen

Unsere Tour gestern zur Halong Bay hat sich wirklich gelohnt. Fuer 170 Kilometer braucht der Bus zwar drei Stunden, sodass wir den halben Tag im Minibus sassen. Aber unterwegs sieht man viel – von Land und Leuten, wie man so schoen sagt. Obwohl hier Winter ist, spielt sich das Leben doch draussen ab. Draussen wird vor dem Haus zusammen mit Freunden und Familie auf klitzekleinen bunten Plastikhockern gesessen und gegessen. Wohnen, leben, arbeiten, verkaufen – das alles vermischt sich zu einem wuseligen Ganzen. Dass der Busfahrer mal zwischendurch eine Weile auf der Gegenfahrbahn faehrt, laut hupend Mopedfahrer in die Flucht schlaegt oder von rechts mal eben ein Brummi ueberholt, an all das gewoehnt man sich schnell. Obwohl das nicht immer so lustig ist, denn wir haben jetzt schon mindestens drei Motorradunfaelle (plus diverse Fast-Unfaelle) gesehen. Die Fahrschule geht hier auch nur zwei Wochen und wer ohne Fuehrerschein faehrt, muss nur eine maessige Geldstrafe fuerchten.

Aber wir sind heil in der Bucht angekommen. Voll von Touristen. Aber ist man erstmal auf seinem eigenen Boot, wird es idyllischer. Unsere Mit-Touristen kamen von ueberall her: aus Malaysia, Korea, Indien, Rumaenien, Japan, Schottland… die ganze Welt auf einem Boot.

In der Bucht ragen fast 2000 kleine und grosse Felseninseln aus dem Wasser. So schoen, dass sie zum Unesco-Weltkulturerbe gehoert. Waehrend man mit dem Boot faehrt, veraendert sich die Perspektive staendig, es tauchen neue Inseln am Horizont auf, verschieben sich ineinander. Man kann kaum aufhoeren zu staunen und zu knipsen.

Auf dem Boot gab es auch einen Lunch. Ein Inder und ich sassen dabei sozusagen im selben vegetarischen Boot, ich habe mich sehr verbunden gefuehlt.

Am Ende des Tages haben wir noch eine imposante Tropfsteingrotte besichtigt, sogar Robin als alter Geologe mit viel Hoehlenerfahrung war beeindruckt.

Die Rueckfahrt war leider wieder viel zu lang, aber wir waren hoechst zufrieden mit dem Tag.

Auf dem Boot

Heute haben wir noch einen schoenen Erholungspark in der Stadt entdeckt. Zuckerwatte, Karussells, Jogger, hiphoppende vietnamesische Jugend und vor allem diverse Hochzeitspaerchen (ich glaube, wir haben bei zehn aufgehoert zu zaehlen ), die dort im Brautkleid und Anzug stundenlang Hochzeitsfotos haben machen lassen. Ein lustiges Bild.

Sonnenuntergang

Morgen geht’s nach Laos… bald mehr hier….

Und noch ein paar Fotos, typisch Vietnam:

Helmpflicht

Gemuetlich

Unterwegs

Satt fuer wenig Geld



Hanoi

14 01 2011

Ich hab 'nen Job!Flagtower HanoiHo-Chi-Minh MausoleumSo, die letzten beiden Tage haben wir hier in Hanoi verbracht. Heute sind wir in ein anderes Hotel umgezogen, weil unseres ausgebucht war. Hier ist es aber eigentlich noch besser, weil es eine Klimaanlage gibt, die auch einigermassen zu heizen vermag. Es ist naemlich ziemlich frisch hier, und wenn’s im Zimmer auch nur 15 Grad sind, laesst ‘ne Erkaeltung bestimmt nicht lange auf sich warten.

Mittlerweile haben wir die Stadt ziemlich gut zu Fuss erkundet. An manchen Stellen ist das recht angenehm, auch hier wieder viel europaeischer Einfluss mit schoenen offiziellen Gebaeuden oder auch Kirchen und Tempeln. Vor allem in der Altstadt aber ist die Fortbewegung ziemlich anstrengend. Man laeuft immer Gefahr, gleich vom naechsten Roller ueberfahren zu werden. Die Luft ist hier auch extrem schlecht. Nach zwei Monaten hat man hier spaetestens Asthma oder irgendeine Hautkrankheit.

Es gibt einige Seen in der Stadt. Wir haben die Oper, das Botschaftsviertel gesehen und heute vor allem den Ho-Chi-Minh-Komplex mit Mausoleum und Palast. Leider hatten wir Pech und die Gebaeude waren geschlossen, aber auch von aussen sehr monumental und eindrucksvoll. Vor allem hatten wir Gluec, da wir den pompoesen Wachwechsel sehen konnten.

Ansonsten tue ich mich noch immer etwas schwer mit der vietnamesischen Kueche. Nachdem ich gestern beherzt in eine Fruehlingsrolle gebissen hatte, wurde mir klar, dass ich da leckeres Chicken mit dabei hatte, obwohl sie als vegetarisch ausgewiesen war. Die traditionelle “Pho”-Suppe besteht anscheinend auch hauptsaechlich aus Rinderbruehe, was ich aber wieder zu spaet gemerkt habe. Oh je, das gab den Tag heute Bauchweh. Ansonsten geht’s uns sehr gut. Wir freuen uns auf unsere Tour zur Halong Bay morgen und auf das – fuer mich wahrscheinlich westliche – Abendessen gleich.

Atemschutz notwendig

AltstadtPagode



Mekong-Delta und Hanoi

12 01 2011

K800_P1040684Am gestrigen Montag haben wir uns zu einer eintaegigen Tour zum Mekong-Delta entschlossen, die ziemlich guenstig war. Dementsprechend voll war der Bus, der uns morgens im Hotel abgeholt hat, aber der Guide war ganz nett und auch die anderen Tourteilnehmer. So haben wir an diesem Tag eine Schifffahrt ueber den Mekong gemacht, eine Coconut-Candy-Fabrik besucht, wo Honig und Kokos zu leckerem dickfluessigen Schleim verarbeitet und spaeter zu suendigen Bonbons werden. Zwischendurch haben wir an einigen Stellen von Einheimischen Honigtee und Obst angeboten bekommen, natuerlich mit dem Ziel, dass wir ihnen danach etwas abkaufen. Lustig, aber auch nicht ganz ungefaehrlich war eine kleine Tour mit den rostigsten Fahrraedern, die ich je gesehen habe, durch eine kleine Dorfstrasse – alles sehr zur Belustigung der Dorfbewohner, denn man stelle sich die zwanzig Europaer vor, die aengstlich schlenkernd auf diesen uralten Drahteseln an ihrem Haus vorbeiradeln.

Interessant war auch, mit einem kleinen Boot durch die Kanaele im hinteren Teil des Flusses geschippert zu werden. Die Vietnamesen, die dort ziemlich arm sind, koennen immer die wichtigsten englischen Woerter „Tip Money“, aber dabei lachen sie so verschmitzt und erwarten auch gar nicht viel, dass es fast charmant ist.

Abends waren wir wieder in unserem „Stammrestaurant“ fuer drei Euro essen und trinken. Die lustigen Kellnerinnen kannten uns schon, wussten gleich, was wir trinken wollen. Wir haben uns sehr willkommen gefuehlt.

Der Trip heute nach Hanoi war nicht so erfreulich. Am Flughafen angekommen, hiess es, unser Flug haette 12 Stunden Verspaetung. Das muss man sich mal vorstellen. Dann hiess es, er sei ueberbucht, dann gecancelled. Na, wer weiss. Wahrscheinlich hatte unsere Billiglinie Jetstar einfach das Flugzeug nicht vollbekommen, sodass sie den Flug einfach gestrichen haben. Fuer das doppelte Geld konnten bzw. mussten wir einen anderen Flug nehmen. Ob wir unser Geld wiedersehen – wir bezweifeln es.

Immerhin hat hier in Hanoi alles gut geklappt. Hier ist es ziemlich kuehl, wir mussten gleich unsere Pullover raussuchen. Das kleine Hotel ist ganz nett und auch alle an der Rezeption. Da wir hier schon ziemlich nah an China liegen, sehen auch die Vietnamesen schon irgendwie anders aus. Ansonsten muessen wir uns hier noch etwas umsehen. Fest steht: Mopeds gibts hier genauso viele und sie fahren noch verrueckter. Gut, dass wir in Saigon schon geuebt haben.

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Wildes Vietnam

10 01 2011

Seit zwei Tagen sind wir in Saigon, offiziell Ho-Chi-Minh-City. Bei der Ankunft waren wir ziemlich ueberfordert und wurden natuerlich auch gleich vom Taxifahrer uebers Ohr gehauen, obwohl wir genau das so sehr versucht haben zu vermeiden. Hier ist alles noch extremer, noch asiatischer als in Bangkok, auch aermer. Man kann sich den Laerm und Gestank der Millionen Mopeds, die durch die Stadt duesen, kaum vorstellen – im wahrsten Sinne des Worts “atemberaubend”. Ueberall auf den Strassen sitzen Menschen, schlafen, spielen, essen und vor allemverkaufen sie diversen Krimskrams. Doch wenn man hoeflich ablehnt, bleiben sie freundlich und laecheln, also nicht aufdringlich. Das ist doch ganz angenehm. Der Fussweg ist fuer Fussgaenger eigentlich nicht begehbar, sondern steht voll mit Mopeds oder Verkaufsstaenden, sodass man dann eigentlich doch die ganze Zeit auf der Strasse laeuft.  Fuer zwei Euro kann man gut irgendwo sitzen und eine vietnamesische Suppe essen oder Nudeln, aber man findet auch Ketten wie Pizza Hut usw. Vegetarisches Essen zu finden ist dagegen gar nicht so einfach. Sage ich: “no ham”, gibts stattdessen Salami. Ohne Fleisch heisst dann aber auf jeden Fall mit Ei.

An einigen Stellen in der Stadt ist es durch den wahnsinnigen Verkehr wirklich nicht schoen, an anderen Stellen wieder gibt es eine wunderschoene lebendige Atmosphaere. Viel ist noch im kolonialistischen Stil errichtet, etwa die Kathedrale Notre Dame oder das Rathaus. Wir haben uns etwas treiben lassen und auch einen schoenen Park entdeckt und mittlerweile schaffen wir es  auch schon recht gut, die Strasse zu ueberqueren, gar nicht so einfach, denn statt schnell sollte man besser ganz ganz langsam zwischen den Motorraedern laufen.

Gestern abend waren wir noch im bekannten Wasserpuppentheater. Die vietnamesische Geschichte wird in bunten Puppen und von schoener Musik untermalt dargestellt. Ich war richtig geruehrt, es hat uns super gefallen.

Heute haben wir das Kriegsmuseum besichtigt, meiner Meinung nach ein Muss hier, aber die Bilder, die dort vom Indochina-Krieg und Vietnam-Krieg gezeigt werden, schlagen einem auf den Magen.

Wir hoffen, euch gehts gut. Bis bald wieder.