Wildes Vietnam
10 01 2011Seit zwei Tagen sind wir in Saigon, offiziell Ho-Chi-Minh-City. Bei der Ankunft waren wir ziemlich ueberfordert und wurden natuerlich auch gleich vom Taxifahrer uebers Ohr gehauen, obwohl wir genau das so sehr versucht haben zu vermeiden. Hier ist alles noch extremer, noch asiatischer als in Bangkok, auch aermer. Man kann sich den Laerm und Gestank der Millionen Mopeds, die durch die Stadt duesen, kaum vorstellen – im wahrsten Sinne des Worts “atemberaubend”. Ueberall auf den Strassen sitzen Menschen, schlafen, spielen, essen und vor allemverkaufen sie diversen Krimskrams. Doch wenn man hoeflich ablehnt, bleiben sie freundlich und laecheln, also nicht aufdringlich. Das ist doch ganz angenehm. Der Fussweg ist fuer Fussgaenger eigentlich nicht begehbar, sondern steht voll mit Mopeds oder Verkaufsstaenden, sodass man dann eigentlich doch die ganze Zeit auf der Strasse laeuft. Fuer zwei Euro kann man gut irgendwo sitzen und eine vietnamesische Suppe essen oder Nudeln, aber man findet auch Ketten wie Pizza Hut usw. Vegetarisches Essen zu finden ist dagegen gar nicht so einfach. Sage ich: “no ham”, gibts stattdessen Salami. Ohne Fleisch heisst dann aber auf jeden Fall mit Ei.
An einigen Stellen in der Stadt ist es durch den wahnsinnigen Verkehr wirklich nicht schoen, an anderen Stellen wieder gibt es eine wunderschoene lebendige Atmosphaere. Viel ist noch im kolonialistischen Stil errichtet, etwa die Kathedrale Notre Dame oder das Rathaus. Wir haben uns etwas treiben lassen und auch einen schoenen Park entdeckt und mittlerweile schaffen wir es auch schon recht gut, die Strasse zu ueberqueren, gar nicht so einfach, denn statt schnell sollte man besser ganz ganz langsam zwischen den Motorraedern laufen.
Gestern abend waren wir noch im bekannten Wasserpuppentheater. Die vietnamesische Geschichte wird in bunten Puppen und von schoener Musik untermalt dargestellt. Ich war richtig geruehrt, es hat uns super gefallen.
Heute haben wir das Kriegsmuseum besichtigt, meiner Meinung nach ein Muss hier, aber die Bilder, die dort vom Indochina-Krieg und Vietnam-Krieg gezeigt werden, schlagen einem auf den Magen.
Wir hoffen, euch gehts gut. Bis bald wieder.