Olympic National Park und Forks

15 05 2012

Heute früh sind wir dann wieder „auf’s Land“ geflüchtet. Wir drehen eine Runde um den nordwestlichen Zipfel der USA – den Olympic National Park – auf der 101, die uns ab jetzt bis zurück nach Los Angeles führen wird. Sind froh über wieder halbwegs freie Fahrt über die Landstraßen. Kurzer Stop bei McDo in Port Angeles. Dann Weiterfahrt für einen tollen Ausblick. Den hatten wir auf dem Gipfel „Hurricane Ridge“ – hier lag noch jede Menge Schnee und einige wackere Skifahrer waren für kleine Abhänge unterwegs. Der Lake Crescent ganz im Norden der Olympic-Halbinsel bietet eisiges Wasser und einen perfekten Platz für ein kleines Picknick.

Eher zufällig sind wir heute in Forks gelandet. Ein kleines Kaff, das es zu beachtlichem Tourismus gebracht hat dank der Twilight-Saga. Alle fünf Romane spielen hier, aber wir haben natürlich keinen gelesen. Kaum vorstellbar, dass Leute nur deswegen herkommen, aber es scheint zu klappen. Ist den Leuten zu gönnen. Vor allem der kleinen Omi im Pizza-Laden, die ich sofort ins Herz geschlossen hab, wie sie so gewissenhaft unsere Bestellung in die Kasse eingetippt hat und dann später noch mit knatterndem Motor und winkend in einer alten Schrottkarre Pizza zum Pizza-Ausfahren gestartet ist.

EXKURS: „On the road“

Da wir festgestellt haben, dass wir eigentlich mindestens so viel Zeit im Auto wie im Bett verbringen, erleben wir viel auf Amerikas Straßen. Größte Auffälligkeit: das insgesamt relaxte, bisweilen aber verpeilte Fahrverhalten. Es wird so gut wie nie gehupt und gern vorgelassen. Geduldige Amerikaner fahren dann auch maximal die Höchstgeschwindigkeit, gern auch drunter. Was Rechtsfahrtgebot in Deutschland ist hier des Öfteren nettes Nebeneinanderfahren. Abbiegespuren werden ungern genutzt. Voll in die Bremsen gehen muss der hintere Fahrer, wenn es sich der Ami plötzlich überlegt, abzubiegen, natürlich ohne zu blinken.  Es gibt Fahrgemeinschaftsspuren für Busse und Pkw’s mit zwei Personen und mehr. Die amerikanischen Sirenen von Polizei und Feuerwehr sind einfach nicht zu toppen, saucool.

Noch Schnee in den Bergen

Noch Schnee in den Bergen

Rehe an der Straße

Rehe an der Straße

Forks Motel, Forks Avenue in Forks

Forks Motel, Forks Avenue in Forks

Lake Crescent

Lake Crescent

Lake Crescent

Lake Crescent

Wir im Olympic National Park

Wir im Olympic National Park

Tolle Aussicht

Tolle Aussicht



Seattle

15 05 2012

Zwei Nächte haben wir in Seattle verbracht in einem günstigen, aber simplen Motel am Flughafen. Die Fahrt nach Seattle war schon beeindruckend. Die Bewohner haben schon Glück: tolle Berge zum Skifahren in der Nähe, viel Grün im Sommer wie jetzt und viel Wasser. Den ersten Abend haben wir mit Outlet-Shopping und leckerem Sizzler’s-Essen verbracht. Dabei wieder ordentlich gestaunt, wie viele extrem Übergewichtige es hier gib t, ganz besonders in den ländlichen Gegenden. Hach, was fühlt man sich da schlank.

Am nächsten Tag also nach Seattle rein (ziemlich stressig über die Autobahn und sogar sonntags gibt’s viel Verkehr). Wir hatten zum Glück Top-Wetter, ist wahrscheinlich selten so gut. Die Space Needle und das Seattle Center drum herum gehören zum Pflichtprogramm sowie die Fahrt in der Monorail (1 Station – nur zwei Minuten Fahrt) nach Downtown. Hier kann man ganz schön schlendern am Pike Place Market. Hier wurden am ordentlich zelebrierten Mother’s Day wahnsinnig viele Blumen verkauft und die Ami-Familien machen ihren Sonntagswalk. Faszinierend fand ich die großstädtische Vielfalt an Gesichtern. Groß, klein, dick, dünn, arm, reich, schick, flippig… alles ist dabei. Aber Grey’s-Anatomy-Gesichter hab ich keine gesehen, wird ja wohl auch nicht wirklich hier gedreht 🙂

Dass der Highway direkt an den eigentlich schön gelegenen Piers vorbei führt, verdirbt einem beim (Veggie-)Hotdog essen leider fast den Appetit. Was für eine Bausünde. Wieder ziemlich typisch: Downtown ist am Sonntag fast wie ausgestorben abgesehen von ein paar Shopping-Straßen. In Downtown wird gearbeitet und im schönen Einfamilienhaus im Vorort wird gewohnt. Es gibt keine gute Durchmischung, dadurch war Seattle dann nach ein paar Stunden schon fast sogar ein bisschen langweilig.

Space Needle

Space Needle

Wir

Wir

Aussicht vom Smith Tower

Aussicht vom Smith Tower

hinten: Kolumbus

hinten: Kolumbus

Am Pier (Waterfront Park)

Am Pier (Waterfront Park)

Pike Place Market

Pike Place Market